Brownies American Style

Oh ja, es gibt unzählige Rezept für Brownies – und typisch deutsch sind die ohne Backpulver. Nur mal so am Rande erwähnt.
Das folgende Rezept habe ich vor – mittlerweile – unzähligen Jahren von einer USA-Arbeitsreise mitgebracht. Natürlich unverzollt.  ^^ Auch dies ist nur eine Variante unzähliger Möglichkeiten Brownies zu backen. Ich fand damals, wie auch heute noch, eins der schmackhaftesten und authentischsten. Über Geschmack lässt sich allerdings nach wie vor nicht streiten.

Ich hab‘ mir den Spaß heute mal wieder gegönnt, weil heute darf ich mich ja so ein bissel selbst feiern – oder auch nicht…  *kopfkratz* :s  Who cares.

Here we go:

Zutaten

  • 250-300g Zartbitter-Kuvertüre (Geschmackssache halt )
  • 300 ml Öl (ein neutrales wie Rapsöl od. gerne auch ein Nussöl wie Walnuss oder Erdnuss)
  • 250g Zucker
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 6 Eier, mittelgroß – bei 300g Kuvertüre dürfen es auch mal nur 5 Eier sein
  • 250g Joghurt (natur od. *mein Favorit* Vanille)
  • 350g Mehl
  • 3 gestr. TL Backpulver

…und so wird’s was:

Erst mal heizen wir den Backofen auf 175°C (Umluft 150°C) vor.

Die Kuvertüre grob hacken und unter rühren vorsichtig schmelzen. Das geht am Sichersten über einem Wasserbad aber wer gut acht gibt und die Platte nicht zu heiß werden lässt, der schafft das auch recht locker direkt in einem Topf. Nur bitte das Rühren nicht vergessen. Das ist wichtig, damit es eine schöne glatte Masse wird.
Ist alles geschmolzen und schön glatt, das Ganze zur Seite stellen um es abkühlen zu lassen, bis es etwa lauwarm ist.

In der Zwischenzeit bereiten wir ein Backblech vor. Am Besten eignet sich die sog. Fettpfanne. Das ist das Backblech mit dem vergleichsweise hohen Rand. Das muss nun gründlich eingefettet werden oder – was ich eigentlich bevorzuge, weil weniger Sauerei auf dem Blech und außerdem lässt sich der Brownie-Boden nachher recht easy einfach heraus heben – das Blech mit Backpapier auskleiden.

Vorbereitungen abgeschlossen, los geht es mit dem eigentlichen Teig:
Das Öl, Zucker, Vanillezucker und das Salz in eine Schüssel geben und erst mal so rund 8-10 min. kräftig schlagen, damit eine einigermaßen cremige Masse entstehen kann. Keine Sorge, wenn sie dennoch eher flüssig erscheinen sollte, das passt schon, wenn man sich an die Zeit hält.
Als nächstes werden die Eier eingerührt – und zwar EINZELN bitte! Die Öl-Masse braucht ein bisschen Zeit um sich mit so einem Ei auch zu verbinden. Ist so ähnlich wie beim Mayonnaise schlagen.

Sind alle Eier gut verrührt kommt nun der Joghurt und dann die geschmolzene Kuvertüre in die Masse. Auch hier wieder gut verrühren. Ganz zum Schluss kommt das mit dem Backpulver vermischte Mehl dazu. Das wird nun einfach nur noch kurz untergezogen. Wer sicher gehen will keine Klümpchen zu kriegen und/oder noch ein bissel ungeübt ist, sollte das Mehl vorher kurz durchsieben. Dann wird es einfacher mit dem kurz unterziehen.

So… und nun kommt die ganze Masse auf das vorbereitete Backblech, wird noch schön gleichmäßig verteilt und einigermaßen glatt gestrichen und ab in den Ofen mit dem guten Stück.
Dort sollte es für etwa 30-40 Minuten bleiben. Bei Umluftherden kann sich die Zeit um etwa 5-10 Minuten verkürzen. Das ist vom eigenen Herd abhängig. Am Besten die „Stäbchenprobe*“ machen und zwar genau dann, wenn der Brownie-Boden anfängt an den Rändern Farbe zu bekommen. Genau dann sollte er nämlich fertig sein und raus aus dem Ofen. Ist die Stäbchenprobe auch ok, dann auch gar nicht lange fackeln. Raus mit dem guten Stück.

…und jetzt scheiden sich die „Geister“ ein wenig:

Hast du dein Blech eingefettet, sollest du mindestens warten, bis der Boden lauwarm mit Tendenz kälter ist. Dann die bekannten Brownie-Stücke heraus schneiden.

Hast du Backpapier verwendet, dann den Boden ca. 5-10 Minuten abkühlen lassen, also etwa solange, bis du dir die Pfotis an dem Teil nicht mehr verkokelst, und dann einfach den gesamten Boden mit dem Backpapier aus dem Blech heben. Backpapier an den Seiten lösen, noch mal ein paar Minuten warten und dann los schnippeln. Natürlich kannst du auch einfach wie oben warten und direkt im Blech dann deine Stücke raus schneiden. Ich mache es früher und packe die Stücke dann auf ein Kuchengitter. Kühlt schneller ab.

Das Ding mit dem „Oben-drauf“:

Wer auf Double-Choc steht – also doppelte Schokolade – der schmilzt sich noch mal ca. 250g Kuvertüre, die auch gerne aus Vollmilch etc. bestehen kann oder was auch immer man sonst so mag, wie oben beschrieben und überzieht den noch lauwarmen Boden damit. Dann den Boden aber definitiv erst aufschneiden, wenn er kalt ist.

Wer es einfacher und nicht ganz so süß mag, der streut eine kräftige Prise Puderzucker über die Brownies.

Varianten:

Man kann den Teig auch noch ein bissel peppen. Z.B.:

  • 1-2 gestr. TL Zimt mit in den Teig geben. Am besten vor den Eiern.
    Gerade um die Weihnachtszeit immer wieder gerne genommen.
  • Gehackte Nüsse oder Schokostückchen mit einrühren. So ein bis zwei Hand voll.
  • Mandelblättchen, grob gehackte Nüsse oder Schokolade über den glatt gestrichenen Teig streuen vor dem Backen.
  • 1-2 EL Rum mit in den Teig geben. Allerdings könnte der Boden dann doch etwas mehr aufgehen. Wen das nicht stört: Prost.
  • Bananenscheiben auf den glatt gestrichenen Teig vor dem Backen legen. Die versinken dann und bilden interessante Geschmacksinseln.
  • Ein Hauch von English gefällig?
    Minz-Schokolade kaufen. Von Lindt, Ritter Sport oder – ganz mondän – After Eight oder dessen Nachbauten. Die dann zerbröseln/zerhacken und ganz zum Schluss mit unterrühren. Gibt einen interessanten Frischekick, für Leute die Minze mögen.
  • …der Fantasie einfach mal freien Lauf lassen.

Na dann… viel Spaß beim nach-Machen und gutes Gelingen!

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