[Gelesen] Böses Blut

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Autor: Arne Dahl

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 10 (1. Dezember 2004)
  • ISBN-10: 3492242855
  • ISBN-13: 978-3492242851

Inhalt lt. Kurzbeschreibung:

Ein schwedischer Literaturkritiker wird auf dem New Yorker Flughafen auf ebenso ungewöhnliche wie grausame Weise getötet. Die Spur des Täters führt zu einer Mordserie, die 15 Jahre zurückliegt. Paul Hjelm und Kerstin Holm von der Stockholmer Sonderkommission stoßen auf einen ungeheuerlichen Fall …

Meine Meinung:

Das Ganze fängt etwas skurril an und man fragt sich ein bissel, was zum Henker hat man da nun erwischt. Verwirrend, nicht wirklich zuzuordnen… Das erste Kapitel plätschert denn auch eher leise vor sich hin, was irgendwie nicht minder verwirrend ist. Eine merkwürdige Basis für einen Thriller. In genau den muss man sich dann auch regelrecht „einlesen“. Weder die Sprache noch die Beschreibungen machen es einem leicht dem Ganzen zu folgen. Wer verstehen will, was da vor sich geht, muss mit seinem Hirn mitarbeiten. Bei so manchen Begriffen konsultierte ich sogar noch das Lexikon. Das hier ist alles, nur kein allerwelts-Krimi.
…und das bleibt auch so bis zum überraschenden Schluss.

Was für mich Mitteleuropäerin sehr merkwürdig anmutete waren die ganzen Straßen- und Ortsnamen, die schön brav im Original wiedergegeben sind. Man ist die Sprache der Schweden nun mal nicht wirklich gewohnt und so wird man eben selbst bei solchen Kleinigkeiten gefordert immer hübsch mit dem Kopf auch wirklich dabei zu bleiben. Mit der Zeit lernt man tatsächlich auch Örtlichkeiten zu unterscheiden, was zumindest ich auch irgendwie spannend fand.
Überhaupt ist der ganze Roman nichts für Menschen, die die klassische leichte Kost in Sachen Krimis bevorzugen. Es gibt kein Schlüsselelement, bei dem man sagen könnte: „Der Gärtner war’s!“ Ganz im Gegenteil bleibt einem verdammt lange die Wahrheit verborgen, egal wie sehr man miträtselt, nur um dann am Ende allen – dem Ermittlerteam als auch dem Leser – ein weiteres Schnippchen zu schlagen.

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Alles in Allem brauchte ich ein Weilchen, bis ich mich eingelesen hatte, wurde aber für meine Hartnäckigkeit mit einem eher subtil agierenden Roman belohnt, der immer für die eine oder andere Überraschung gut blieb. Selbst die näheren Beschreibungen der Protagonisten gehörten irgendwie zum großen ganzen „Spiel“. Ein Krimi der weder blutrünstig oder all zu brutal daher kommt noch effektheischend ist. Aber für so manche Horrorvision bleibt mehr als genug Raum.

Amazon-Link: Böses Blut – Arne Dahl

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