[gelesen] Die Petermann-Triologie

Autor: Michael Böhm

Teil 1 – Herrn Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 993 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 176 Seiten
  • ASIN: B00HDPRRX8

Teil 2 – Herr Petermann und das Triptychon des Todes

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2083 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 192 Seiten
  • ASIN: B012NPKIGA

Teil 3 – Quo vadis, Herr Petermann?

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 3275 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 192 Seiten
  • ASIN: B01HH2QUQG

Kurzbeschreibungen (lt. Amazon):

Teil 1 – Herr Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe

Leo Petermann geht seinen Neigungen nach: der vermögende Privatier genießt die absolute Ruhe seines Landsitzes und widmet sich seinen Hobbys. Das nötige Kleingeld dafür fließt aus den Anteilen seines Konzerns, für den er nur noch sporadisch als Berater tätig ist.

Die friedliche Welt des ehemaligen Managers wird allerdings empfindlich gestört, als sein Nachbar stirbt. Kaum ist der alte Mann unter der Erde, übernimmt dessen Enkel das Regiment auf dem Anwesen, mit seinen Kumpanen terrorisiert er die Bewohner des Weilers mit endlosem Dauerlärm. Leo Petermann wird schnell klar, dass weder Geld noch gute Worte den jungen Mann zur Einsicht bringen werden. Und dann ist da noch sein Stiefsohn, der sich mit einem zwielichtigen Geschäftspartner eingelassen hat, der offensichtlich mit kriminellen Finanzgruppen aus Russland kooperiert. Eine radikale Lösung muss her, hier wie dort. Wie gut, dass Petermann nach wie vor über ein exzellentes Netzwerk verfügt, das sich darauf spezialisiert hat, Probleme ganzheitlich anzugehen und final zu beseitigen …

Teil 2 – Herr Petermann und das Triptychon des Todes

Viel Zeit für die Geliebte, Schach mit dem Nachbarn – Leo Petermann genießt die Ruhe in seinem Land-haus, als die Nachricht eines dubiosen »Todesfonds« sein friedliches Leben stört. Der perfide Erfinder dieses Fonds ist ein alter Bekannter: Quintus Heinrich, Chef der Cautio-Versicherung, den Petermann von der Uni her kennt. Ein eisiges Duell beginnt, aus dem Peter-mann um jeden Preis als Sieger hervorgehen will und dafür alle seine Möglichkeiten nutzt …
Dieser Teil wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2016 in der Kategorie „Bester Kriminalroman“ ausgezeichnet.

 

Teil 3 – Quo vadis, Herr Petermann?

Leo Petermann, Privatier und kultivierter Genussmensch, nimmt jeden Tag in seinem Haus über dem See als Geschenk. Er verbringt viel Zeit mit seiner Geliebten Magdalena, sitzt mit seinen Nachbarn zusammen, ist auf der Suche nach Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend.
Da geschieht auf dem Gornergrat über Zermatt ein Mord, der dem berühmten Maler Paul Tulipan zur Last gelegt wird, und der auch Petermann tangiert. Etwa zur gleichen Zeit wird er von einem jungen Fotografen verfolgt, der ihn bedroht und mit angedeutetem Wissen über dunkle Flecken auf Petermanns weißer Weste erpresst. Fatales Wissen, das zu einem Menetekel für ihn wird.
So beschäftigt Leo sich mit den Spuren des Erpressers, jenen von Tulipan und seinen eigenen aus der Vergangenheit. Sie führen ihn unausweichlich zu der Frage: Quo vadis, Herr Petermann?

Meine Meinung

Ich liiiiiebe sie. Alle drei!
Krimis sind für mich normalerweise einfach mal nett zwischendurch, mal was anderes aber nicht unbedingt das bevorzugte Genre. Um so schöner, wenn man dann trotzdem die Perlen der besonderen Art findet. Denn genau das sind diese Romane: Perlen der besonderen Art.

Keine übertriebene Action, eher ruhig, fast schon beschaulich geht es hier zu. Mag man es auch als moralisch nun so gar nicht vertretbar empfinden, einem anderen nach dem Leben zu trachten, die Sympathien und das Verständnis liegt hier auf jeden Fall auf Herrn Petermanns Seite. Man kann diesen smarten Herrn einfach nur zu gut verstehen, wenn auch seine „Lösungen“ der tödlichen Art angehören. Ehrlich gesagt: Eigentlich beneide ich ihn doch so ein bisschen. Er tut genau das, was so ein Normal-Bürger wie ich, sich niemals auch nur trauen würde. Aber träumen wir alle nicht hin und wieder davon den einen oder anderen Störenfried des eigenen Lebens zu „entfernen“? ^^e

So beschaulich es auch zu geht, so spannend bleibt es trotzdem. Von Anfang bis Ende sorgt ein fein abgestimmte Subtilität und die meist nicht vorhersehbaren nächsten Schritte für die richtige Spannung um wissen zu wollen wie es denn nun weiter geht. Die Sprache des Autors gab bei anderen Lesern hier und da Anlass zur Kritik. Geschmackssache, wie ich finde. Ich fand gerade die Sprache und die Wahl der Stilmittel richtig gut. Weil eben nicht alltäglich, so wie es die ganze Romanreihe eben auch ist: Nicht alltägliche Krimis.

Was einen manchmal ein wenig enttäuscht stimmt ist vielleicht die Tatsache, dass dem Protagonisten Herrn Petermann sehr viel Raum zugestanden wird, seine Mitstreiter wie Gegner im Gegensatz dazu eher wenig detailliert gezeichnet werden. Als Makel empfand ich das aber eigentlich nicht, denn es lässt eben auch sehr viel Raum für die eigene Fantasie. So begreift wohl auch jeder diese Krimis ein wenig anders, hat völlig andere Vorstellungen von den Figuren, ganz eigene. Manchmal muss man eben auch beim Lesen einfach zulassen können, nicht immer an Gewohntem festhalten, detailreiche Beschreibungen erwarten. Einfach zulassen, dass das Kopfkino durchaus auch mal eigene Wege geht. Ist das nicht der eigentliche Sinn von Büchern?

Ich kann die Reihe jedenfalls guten Gewissens jedem empfehlen, der nicht unbedingt immer und überall Blut und Action haben muss, nicht immer eine Mischung aus Thriller und Horror braucht. Subtil, leise, mit Charme und Marotten und mehr als einem tödlichen Ergebnis vertreiben die Bücher einem doch so manche Stunde. Ich habe sie garantiert nicht das letzte Mal gelesen.

Hier noch die Links zu den einzelnen Teilen:
Teil 1 – Herr Petermanns unbedingter Wunsch nach Ruhe
Teil 2 – Herr Petermann und das Triptychon des Todes: Kriminalroman
Teil 3 – Quo vadis, Herr Petermann?

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