[Getestet] Systemkamera Sony Alpha 6000

Fotografie hat mich schon immer fasziniert und ab und an habe ich auch mal die Möglichkeit in der Richtung was zu machen. Dieses Mal durfte ich eine Systemkamera testen: Die Alpha 6000 von Sony.

Systemkamera?
Japp… musste ich auch erst Mal nachhaken. Bin immer schon ein Weilchen aus der Materie raus.
Salopp ausgedrückt sind Systemkameras ein Mittelding zwischen einfachen „Schnappschuss-Kameras“ und Spiegelreflexkameras. Es sind ausgeklügelte, recht kompakte Geräte, die mit verschiedenen Objektiven bestückt werden können. Im Gegensatz zu Spiegelreflexkameras gibt es aber eben kein Spiegelsystem. Genau das hatte mich ja eigentlich erst mal skeptisch gemacht…

Aber erst mal zu den Spezifikationen für die Technik-affin-Interessierten:

  • Objektivkompatibilität: Sony E-Mount-Objektive, APS-C
  • Anzahl der Pixel (effektiv): 24,3 Megapixel
  • Bilder Pro Sekunde: 11 Bilder / Sek. Mit kont. AF
  • Aufnahmeformat: AVCHD / MP4 / XAVC S
  • Fokustyp: Schneller Hybrid-Autofokus (AF-Phasendetektion/AF-Kontrastdetektion)
  • Messfeld: 179 Punkte (AF-Phasendetektion) / 25 Punkte (AF-Kontrastdetektion)
  • ISO-Empfindlichkeit: ISO 100-25600
  • Verstellbarer Winkel Display: Ca. 90 Grad nach oben, ca. 45 Grad nach unten
  • Abmessungen (BxHxT) Gewicht: 120 x 66,9 x 45,1 mm 285 g (nur Kamera) / 344 g (inklusive Akku und Speichermedium)
  • Bildstabilisierung: Nicht unterstützt (Bildstabilisierung über Objektiv)
  • Kürzeste Verschlusszeit: 1/4000
  • Touch panel: Nein
  • Elektronischer Sucher: 1.44MP 100% OLED-Sucher, 0.7x Vergrößerung
  • max. Bilder bei Serienbild (JPEG Fine L): 49
  • Blitz: LZ 6 (ISO 100・m), integriert

Meine Testkamera hat netterweise gleich 2 Objektive:

  • E PZ 16-50mm F3.5 – 5.6 OSS
  • E 55-210mm F4,5 – 6.3 OSS

Was mit so einer Kamera zwar durchaus geht aber nicht wirklich witzig wird: Auspacken und loslegen.
Also steht erst Mal ein mehr oder minder intensives Studium der Funktionen und Bedienungselemente auf dem Programm. Das kostet dann aber weitaus weniger Zeit als befürchtet. Im Grunde muss man sich nur verinnerlichen, welche Schalter, Knöpfe etc. für was da sind. Wer sich in der Fotografie und damit auch mit diversen Begriffen bereits auskennt, bei dem dürfte das Ganze sogar noch ein bisschen schneller gehen. Aber auch als Anfänger kommt man recht schnell mit den Grundfunktionen klar.
Auch in den Menus kommt man recht schnell klar. Sowohl das Navigieren als auch der Menu-Aufbau ist recht intuitiv gehalten und klar strukturiert. Allerdings wird man auch ein bisschen erschlagen von den ganzen Einstellungsmöglichkeiten. Gemessen an dem, was die Kamera kann ist es sicher gut so aber es kann einen anfangs echt erschrecken.

Nachdem ich also die erste Hürde genommen hatte ging es gleich mal raus an die frische Luft.
…und meinem ersten Kampf mit dem großen Objektiv. Normale Aufnahmen sind ja keine all zu große Schwierigkeit aber bei den Makro-Aufnahmen musste ich erst Mal wieder lernen.
Hat man den Dreh erst Mal raus, geht der Rest schon fast von alleine.

Das wirklich schöne: Von quasi vollautomatisch bis hin zu total manuell ist so ziemlich alles möglich. Und die Kleine ist wirklich verflixt schnell! Wenn ich da an meine kleine Fuji zurückdenke… wow! o.O
Das gilt auch für den Sucher. Wobei es völlig egal ist ob man den Sucher selbst oder das Display nutzt.

Das Display an sich ist deutlich besser als ich zunächst befürchtet hatte. Bei starker Sonneneinstrahlung hat es aber die üblichen Schwierigkeiten wie alle Displays, die man so im Einsatz hat. Es wird schwierig bis unmöglich etwas zu erkennen. Das man das gute Stück stufenlos in verschiedene Position schwenken kann hilft da natürlich durchaus ungemein. Ansonsten ist eben der Sucher auch noch da und ich bin sowieso eher Fan des Suchers. Mich stört es also sowieso weniger.

Die Bildergebnisse, selbst bei den ersten echt noch unsicheren Versuchen, haben mich ehrlich begeistert. Wenn selbst ungeübte Knipser schon solche Bilder schaffen, dann kann man sich auf die Zeiten freuen, in denen man mehr Erfahrungen und Wissen gesammelt hat. Es macht auf jeden Fall richtig Lust auf mehr.

Der Preis ist mit rund 500 – 600 € nicht gerade ein Pappenstil. In diesem Segment aber durchaus üblich. Kommt natürlich auch immer drauf an welcher Name da mitverkauft wird. Wer sich mit Fotografie ernsthaft auseinander setzt, der kommt aber um solche Preise und deutlich mehr, sowieso nicht herum. Wer nur was zum Knipsen sucht, der wird sich vermutlich eher weniger in diesem Segment umsehen. Da reicht ja normalerweise auch eine simple kleine Digi-Cam.

Mein Fazit fällt jedenfalls positiver aus als ich selbst gedacht hätte.
Ob ambitionierter Anfänger oder Semi-Profi, der was Kompaktes sucht, das kleine Ding weiß zu überzeugen. Und gerade weil die Kleine so kompakt ist, ist sie auch noch ein wahrlich mobiles Stück Technik. Handling, Haptik und Verarbeitung runden das Bild perfekt ab. Größere Finger könnten anfangs vielleicht noch ein bisschen daneben tappen aber man gewöhnt sich doch recht schnell an die Tasten und die alles in allem trotz der Kompaktheit nicht zu winzig ausgefallen sind.
Wer auf also auf der Suche nach einer neuen Kamera im System-Segment ist, der sollte doch mal einen Blick auf die Alpha 6000 werfen. Es gibt auch noch kleinere und größere Schwestern. Es sollte sich also für nahezu jeden was finden lassen.

…und hier noch meine erste Ausbeute zum Stöbern.

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