Impftag bei Dandy – Wir sind todsterbenskrank…

dav

Über Impfungen allgemein ist die Welt ja schon länger mehr als Uneins. Ein Umstand, den ich nicht so ganz verstehe, wie ich gestehen muss. Ich habe definitiv was gegen unnötiges Impfen. Bei potenziell gefährlichen Krankheiten stelle ich die Frage nach Sinn oder Unsinn gar nicht. Also wird bei uns geimpft und nicht nur das, was vorgeschrieben ist sondern eben auch Tollwut. Punkt!

Zwar gilt Deutschland mittlerweile als Tollwut-frei aber hat das bitte auch mal jemand den Wölfen und Bären erzählt, die mittlerweile wieder nach Deutschland einwandern? Davon abgesehen, spätestens wenn ich ins Ausland möchte, ist die Tollwut-Impfung sowieso Pflicht. Und es gibt noch einen weitaus ernsteren Grund, den die meisten gar nicht auf dem Schirm haben:
Wird mein Hund von einem anderen Tier gebissen bei dem auch nur der Verdacht auf Tollwut bestehen könnte, hat jeder Jäger etc. das Recht meinen Hund sofort zu erschießen – es sei denn, mein Hund ist eben gegen Tollwut geimpft. Ich weiß nicht… wer denkt denn da bitte noch darüber nach ob oder ob nicht? o.O

Bei den Nachfolge-Impfungen sieht das schon anders aus. Erstens sind die meisten Präparate mittlerweile auf mehr als einem Jahr ausgelegt – in unserem auf volle drei Jahre – und zweitens kann man auch erst mal eine sogenannte Titerbestimmung durchführen lassen. Dabei wird geprüft ob noch Antikörper im Blut und diese in ausreichender Anzahl vorhanden sind. Ist dies der Fall, dann muss auch nicht zwangsläufig geimpft werden. Diese Titerbestimmung kann genauso im Heimtierpass eingetragen werden wie die Impfung selbst.

Hepatitis, Staube, Zwingerhusten und Co. empfehlen sich für aktive Hundebesitzer ebenfalls. Je mehr Kontakt mit Artgenossen desto höher das Risiko, dass mein Hund erkranken kann. Ganz ehrlich: Ich kapiere schon nicht, warum Kinder nicht gegen Masern und Co. geimpft werden. Im Erwachsenenalter noch mal die Masern zu kriegen ist zum Einen kein Zuckerschlecken und zum Anderen alles andere als eine Lappalie! Davon abgesehen passt es so gar nicht zusammen mit der übertriebenen antiseptischen Behandlung der häuslichen Umgebung. Da wird jeder noch so kleine potentielle Keim instant weggeputzt aber dann seine Kinder nicht impfen wollen. Würde man mal aufhören seine Kinder in den möglichst keimfreien Glaskasten zu setzen und dem Immunsystem eine Chance geben sich zu entwickeln, hätten wir wieder weit weniger Allergiker und Co. Was das Immunsystem in den ersten Kindheitsjahren nicht lernt, lernt es nie mehr. So einfach ist das bei Mutter Natur!

Das ist bei Hunden nicht anders. Also habe ich mir lange einen Kopf gemacht und für mich entschieden: Es wird geimpft was sinnvoll ist und Tollwut IST für mich sinnvoll. Wir machen also ein Mal die komplette Grundimmunisierung durch und dann schauen wir weiter. Je nachdem wie sich die Zukunft entwickelt.

Also war heute Impfrunde inkl. erster Tollwutspritze angesagt.
Dass das kein Zuckerschlecken wird war schon klar. Das Würmchen hat ja bisher noch nicht mal 2 kg auf der Waage und so eine Tollwutspritze ist ähnlich ekelig wie bei uns Menschen die allseits verhasste Tetanus-Spritze. Die tun einfach weh. Punkt.
Entsprechend stellte ich mich schon auf den Unmut von Dandy ein. Allerdings… Tja… Dandy ist offensichtlich ein echter Kerl. Er war quasi am Sterben… Natürlich hat mir das in der Seele weh getan, dass Würmchen so heulend zu erleben. Aber wie Kerle nun mal sind: Er jammerte in den ersten 15 Minuten schön weiter. Meine Trixie hatte damals auch gefiept aber dann war auch gut und weiter ging es. Dandy quiemte den ganzen Morgen, ließ sich kaum anfassen ohne laut zu fiepen… und jetzt, nach 4 Stunden durchschlafen hat er schon wieder seine Zebraffe (Giraffe mit Zebramuster :D) am Wickel und tobt durch die Wohnung.

Die Wick-Medinight-Selbsthilfegruppe für Männer: Schnupfen ist kein Todesurteil – lässt grüßen.

NEIN! Ich nehme das nicht auf die leichte Schulter und es ist auch nicht wirklich witzig, dass natürlich die Einstichstelle noch ein paar Tage empfindlich ist. Jeder Hund ist da anders gestrickt und wo meine Trixie so was weggesteckt hat ist Dandy halt wehleidiger. Natürlich gehe ich dieser Tage sehr vorsichtig mit ihm um und ja klar, wird er auch ein bissel verhätschelt. Er ist halt noch ein Baby und ich bin schließlich auch kein gefühlskaltes Etwas. Aber so ein bisschen Grinsen darf wohl auch erlaubt sein.

Wie auch immer, die erste Spritze hat er überstanden, die zweite in drei Wochen wird nicht mehr ganz so mies und dann haben wir erst Mal drei Jahre Ruhe. Dafür pflege ich mein Fledermäuschen auch gerne ein paar Tage und lass ihn halt muffelig sein. Das gehört eben auch dazu.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.